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„Immer wieder Kunst…“
Eine Kultursendung über Kunst und Künstler in der Region Mönchengladbach,
ausgestrahlt über UKW 90.1

Forum Kunst, mit der Künstlerin Annette von der Bey im Quartier XO

Mit dem Titel "Garten der Lüste" hat die Initiatorin Rita Cleuvers mit der in Mönchengladbach lebenden Künstlerin Annette von der Bey eine bemerkenswerte Ausstellung im Quartier XO realisiert. Sie ist dabei, hier in der Kulturregion Mönchengladbach anspruchsvolle Kunst zu etablieren.
A. von der Bey u. Rita Cleuvers

Annette von der Bey und Rita Cleuvers
Die 1965 in Remscheid geborene Künstlerin absolvierte ihr Studium an der Kunstakademie Düsseldorf von 1986 -1994 als Meisterschülerin von Prof. Schwegler. . Sie wählte den Titel ihrer Ausstellung in Anlehnung an Hieronymus Boschs "Garten der Lüste" und malte in eigenwilligen, sehr detailfreudigen Fragmenten Szenen aus dem Werk Boschs heraus, die sie aber nach eigenem Konzept wieder in einem neuen Kontext zusammenstellte.

Wenn man von Walter Gropius' Zitat "Bunt ist meine Lieblingsfarbe" ausgeht, so trifft das in der hier ausgestellten Malerei auf besondere Weise zu. Alles Runde, Kugeln, Glöckchen, Blumen, Obst, Tennisbälle und mehr, wurde in vielschichtigen Mustern, Farben und Strukturen gemalt. Beim genauen Hinschauen entdeckt man eine detailfreudige Bildwelt.

Es ist eine sehenswerte Ausstellung, die noch bis zum
18.02.2009 im Quartier XO, Künkelstr. 125 zu besuchen ist.
Öffnungszeiten: Mon. - Sam.: 10:00 - 19:00 Uhr.

© Text u. Bild: H.W. Knorr - 12.2008

Mönchengladbach im Blickpunkt - eine lebendige Kunststadt mit Anspruch?
Ja, MG ist eine lebendige und anspruchsvolle Kunststadt. Natürlich ist sie in der Vielfalt nicht mit der Düsseldorfer oder Kölner Kunstszene zu vergleichen aber sie hat ihren eigenen, unübersehbaren Charme mit durchaus professionellem Anspruch. Die Kunstszene in MG wächst ständig, sei es durch Projekte, die von Künstlern selbst initiiert sind oder von engagierten Bürgern, die sich bemühen, parallel zu den Angeboten der Museen, Galerien und städtischen Veranstaltungen, ebenfalls mit ambitionierten Kunst- und Kulturprojekten aufzuwarten. Sowohl der Galerist Dietmar Löhrl als auch Daniel Janzen vom Kunstbunker-Nordpark bestätigten unabhängig voneinander, dass MG tatsächlich eine gewachsene, lebendige und anspruchsvolle Kunstszene hat, wobei Dietmar Löhrl noch betonte, dass besonders der ehemalige Museumsdirektor Prof. Cladders zu ihrer Entwicklung viel beigetragen hat. Wenn man genauer hinschaut, entdeckt man, dass MG eine ansprechende Vielfalt an Kultur aufweist, mit zahlreichen Kultur fördernden Einrichtungen und es lohnt sich, die eine oder andere mit ihren Kunstpräsentationen wahrzunehmen.
Normalerweise wählt der Kunstinteressierte sich die Ausstellungen selbst aus, die er gerne besuchen möchte. Schließlich geht es ihm darum, nicht verärgert nach Hause zu kommen, weil wieder einmal eine Ausstellung angeboten wurde, die ihm nicht gefiel. Man möchte ja Kunst mit Genuss konsumieren und zumindest am Wochenende mal etwas Schönes sehen. Diesmal bin ich den Weg der Empfehlungen gegangen und besuchte am Wochenende Ausstellungen, die mir von verschiedenen Seiten zugetragen wurden, denn die Mönchengladbacher Kunstszene soll so reichhaltig sein, dass für jeden etwas dabei ist. Ohne Vorbehalte zog ich los und ließ mich überraschen.
4 Ausstellungen besuchte ich und war beeindruckt von der Qualität der Kunst, die sich hier im Mönchengladbacher Kulturraum, auch außerhalb der offiziellen Kunsträume zeigte. Und man kann davon ausgehen, dass es nur ein Bruchteil der vielen Angebote ausmacht, die Woche für Woche der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Z.B. ist in MG-Rheydt auf der Hauptstr. 69 eine hoch interessante Ausstellung von künstlerischen Fotografien zu sehen, die mit einer Finissage am 15. Juni (ab 15:00 Uhr) beendet wird. Die Ausstellung ist täglich geöffnet.

Der Kunstfotograf Stefan Völker, geb. 1965 in Wilhelmshaven lebt und arbeitet seit über 20 Jahren in MG. Er nutzt ein leerstehendes Ladenlokal als temporäre Galerie und präsentiert darin ausgesuchte hochwertige Kunstfotografien. In der Eickener Str.72 führt er seit 2007 eine eigene Galerie, in der er bisher ausschließlich fotografische Werke ausstellt. Am 20. Juni beginnt eine weitere Ausstellung mit dem Titel „New York - verschiedene Positionen von 4 Fotografen“. Mehr Infos über seine Galerie finden sie unter www.galerie-f72.net
Eine weitere Ausstellung, die nur ein paar Tage dauert, ist immer erwähnenswert, wenn sie beeindruckende Kunst vorstellt. So gesehen im Nassauer Stall (Schloss Wickrath). Ina Pasch präsentierte in der Zeit vom 6-11 Juni Malerei auf Textilien, vorrangig Abstraktionen, veredelt mit Garnen und Perlen, auf Seide. Die Künstlerin, 1936 in Grevrath geb., arbeitete als Werklehrerin und später als Leiterin von 1965 bis 1996 im Musischen Zentrum PE12.
Weiter ging es zum Quartier XO. Mit einem ungewöhnlichen Konzept der Kunstförderung eröffnete das Ehepaar Ute Frittel (Hotelfachfrau) und Bernhard Frittel (gel. Koch) das Quartier XO auf der 25.04.2009e Kochschule, eine Weinakademie und ein Ernährungsstudio und das alles in Verbindung mit Kunst und Kultur. Bis zum 27. Juli werden Werke vom bekannten Mönchengladbacher Künstler Michael Beckers zu bewundern sein. Mit regelmäßigen Ausstellungen will das Quartier XO in Zukunft hochwertige Kunst vermitteln. Dazu haben sie die Kunstberaterin Frau Rita Cleuvers hinzu gezogen, die mitverantwortlich für die Ausstellungs-ausrichtung ist. Sie wählt die Künstler, organisiert und kuratiert die Ausstellungen. Es ist noch ein junges Projekt, das mit dem bildenden Künstler Michael Beckers eine hochwertige Ausstellung offeriert.
Normalerweise wählt der Kunstinteressierte sich die Ausstellungen selbst aus, die er gerne besuchen möchte. Schließlich geht es ihm darum, nicht verärgert nach Hause zu kommen, weil wieder einmal eine Ausstellung angeboten wurde, die ihm nicht gefiel. Man möchte ja Kunst mit Genuss konsumieren und zumindest am Wochenende mal etwas Schönes sehen. Diesmal bin ich den Weg der Empfehlungen gegangen und besuchte am

Wochenende Ausstellungen, die mir von verschiedenen Seiten zugetragen wurden, denn die Mönchengladbacher Kunstszene soll so reichhaltig sein, dass für jeden etwas dabei ist. Ohne Vorbehalte zog ich los und ließ mich überraschen. 4 Ausstellungen besuchte ich und war beeindruckt von der Qualität der Kunst, die sich hier im Mönchengladbacher Kulturraum, auch außerhalb der offiziellen Kunsträume zeigte. Und man kann davon ausgehen, dass es nur ein Bruchteil der vielen Angebote ausmacht, die Woche für Woche der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Z.B. ist in MG-Rheydt auf der Hauptstr. 69 eine hoch interessante Ausstellung von künstlerischen Fotografien zu sehen, die mit einer Finissage am 15. Juni (ab 15:00 Uhr) beendet wird. Die Ausstellung ist täglich geöffnet.

Die letzte Station führte nach Eicken zum kunstraumno.10 (Matthiasstr. 10)
Man begibt sich in zwei kleine Räume und sieht sich erstaunt ebenfalls kleinen Kunstwerken gegenüber gestellt, die bei erster Betrachtung gewöhnungsbedürftig sind und sich erst nach und nach dem Betrachter mit ihrem speziellen Reiz erschließen. In der Galerie, Matthiasstr.10 [kunstraumno.10] wird man mit Kunstkisten konfrontiert, die von 22 Künstlern unter dem Motto „Zur Kunst erklärt“ noch bis zum 22. Juni zu sehen sind. Das Ehepaar Dr. Judith Dahmen-Beumers und Andreas Beumers, beide Kunsthistoriker, eröffneten im Jan. 2001 erstmalig ihre Galerie, in der seitdem regelmäßige Ausstellungen stattfinden mit vorrangig ungegenständlichen Werken , wie mir der Galerist erzählte. Die Künstler, die Objekte und Malerei präsentieren, sucht er sowohl regional als auch überregional aus.

Alles in allem war das Wochenende ein abwechs-lungsreiches Kunstvergnügen mit dem Fazit: Ja, die Mönchengladbacher Kunstszene ist lebendig, anspruchsvoll und vielschichtig, auch wenn die Meinungen dazu unterschiedlich sind - Bisher: Prädikat wertvoll.

 

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© Text : H.W. Knorr - 06.2008

 

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©  Atelier Knorr-Kleine  -  Mönchengladbach 2000-2007  -  Stand 05.09.2009